HERMESKEIL. Mit Freude und Stolz konnte die Ortsgruppe dieser Tage ihren ersten Ritterkreuzträger, den Unteroffizier Jakob Fuchs aus Abtei, begrüßen. Es ist eine lange Reihe von Heldentaten, auf die der junge tapfere Kämpfer zurückblicken kann. Nachdem er im Jahre 1937 seiner Dienstpflicht im RAD genügt hatte, meldete er sich 1938 freiwillig zum IR. 124 in Trier. Mit Mut und Begeisterung zog der jugendliche Kämpfer zu Beginn des Krieges in den Krieg, beteiligte sich an den Vorfeldkämpfen zwischen Mosel und Saar, machte den unvergleichlichen Siegeszug durch Frankreich mit und nahm 1941 an den Kämpfen in Griechenland teil. Hierauf kämpfte er in Bessarabien, in der Ukraine und auf der Krim. Seine erste Verwundung erhielt er vor Odessa, die zweite vor Sewastopol. Als er nach seiner Genesung befehlsgemäß eine Zeitlang als Ausbilder in Trier bleiben mußte, meldete er sich immer wieder freiwillig an die Front. Zu Beginn dieses Jahres kam er nochmals an die Ostfront, wo er sich als heldenmütiger Verteidiger im Kessel von Tarnopol und in den schweren Kämpfen im großen Weichselbogen hervortat. Längere Zeit führte er hier mit Umsicht und Entschlußkraft die Kompanie, die oft an den Brennpunkten des Kampfes stand und durch energisch geführte Gegenstöße dem Feind schwere Verluste zufügte. Bei einem Durchbruchsversuch des Gegners am 19. August hielt Unteroffizier Fuchs seine Kompanie fest in der Hand und vereitelte in blutigen Nahkämpfen die Absicht der Bolschewisten. Obwohl er hierbei drei Schüsse erhielt, machte er sofort einen Gegenstoß mit und trug so mit dazu bei, daß die Stellung solange gehalten wurde, bis die eigenen Panzertruppen Entlastung brachten und den Angriff weiter vortrugen. Nachdem er schon früher für sein tapferes Verhalten mehrere Auszeichnungen erhalten hatte, ist ihm nun das Ritterkreuz verliehen worden. Zu dieser hohen Auszeichnung beglückwünscht ihn die ganze Ortsgruppe aufs herzlichste; sie wünscht ihm baldige Genesung und weiteres Soldatenglück.