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Mohr, Johann Korvettenkapitän* 12.06.1916 Hannover + 02.04.1943 (gef. Mittel-Atlantik)Johann Mohr wurde am 12. Juni 1916 in Hannover geboren. Im September 1934 trat er in die Marine ein. Nach diversen Ausbildungs-, und Waffenlehrgängen wurde er am 01. April 1937 zum Leutnant zur See befördert. Nach seiner Versetzung zur U-Bootwaffe gehörte Mohr zu den wenigen Offizieren, die ihre gesamte Laufbahn auf einem Boot ableisteten. Seine ersten drei Feindfahrten unternahm Mohr an Bord von U-124 (Typ IX-B) unter Georg-Wilhelm Schulz, wobei er als Wachoffizier diente. Im September 1941 folgte die Beförderung zum Kapitänleutnant und die Übernahme des Kommandos über U-124. Bei seiner ersten selbstständigen Feindfahrt gelang ihm die Versenkung von 6 Schiffen mit 11.700 BRT aus einem der stark gesicherten Gibraltar-Konvois. Bei seiner nächsten Ausfahrt in den Süd-Atlantik gelang Mohr auf dem Weg zu einem Treffen mit dem Versorger Python, über die Entfernung von 5,5 km mit zwei Torpedos, die Versenkung des leichten Kreuzers H.M.S. Dunedin. Mohr musste aber danach seine Feindfahrt unterbrechen da der Versorger Python zwischen- zeitlich von britischen Überwasserstreitkräften versenkt worden war. Zudem befanden sich auch noch Überlebende des versenkten Hilfskreuzers Atlantis an Bord. Unter dem Kommando des Atlantis Kapitäns Bernhard Rogge gelang es U-124 zusammen mit drei anderen Booten, sowie Unterstützung durch italienische U-Boote alle Mitglieder beider Schiffsbesatzungen zu retten und sicher nach Frankreich zu bringen. Im Februar 1942 erhielt Mohr die Order mit U-124 vor Kap Hatteras an der Ostküste der Vereinigten Staaten zu operieren. Mohr gelang in mehreren Nächten die Versenkung von insgesamt 7 Schiffen sowie die Beschädigung weiterer 3. Kurz darauf sendete er folgenden Funkspruch an den BdU: „Weidmanns Dank für freie Jagd! In der Gewittervollmondnacht war bei Lookout die Tankerschlacht. Der arme Roosevelt verlor 50.000 Tonnen! – Mohr“ und verlieh ihm daraufhin am 27. März 1942 das Ritterkreuz. Auch die nächste Ausfahrt war wiederum sehr erfolgreich. Er versenkte weitere 6 Schiffe sowie die Korvette H.M.S. Mimose. Wieder im französischem Stützpunkt angekommen wurde U-124 bei einem Bombenangriff so schwer beschädigt, dass ein längerer Werftaufenthalt nötig wurde. Nach unvollkommener Reparatur wurde Mohr mit seinem Boot in die Gewässer um Trinidad gesandt. Trotz ständiger Maschinenprobleme verfolgte Mohr zäh seinen Auftrag und versenkte in einer einzigen Nacht 4 Schiffe mit 21.784 BRT worauf ihm am 13. Januar 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen wurde. Im März 1943 lief U-124 erneut aus und stieß westlich von Kap Finisterre auf den Konvoi OS 45. Mohr meldete den Standort des Konvois und behielt Fühlung. Da aber zu diesem Zeitpunkt keine anderen Boote in unmittelbarer Umgebung waren, erhielt er die Erlaubnis für einen Angriff. Es gelang ihm die Versenkung zweier Frachter mit 9.500 BRT. Unmittelbar danach wurde U-124 von der Sloop H.M.S Black Swan geortet und angegriffen. Ein weiteres Schiff die Korvette H.M.S Stonecrap schloss sich diesem Angriff an und es gelang ihnen U-124 mit Hilfe von Torpex-Wasserbomben zu versenken. Johann Mohr und seine Besatzung fanden dabei den Seemannstod. Korvettenkapitän Johann Mohr versenkte während seiner Laufbahn insgesamt 29 Schiffe mit 135.067 BRT und beschädigte weitere 3 Schiffe mit 26.167 BRT.
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