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Zapp, Richard Fregattenkapitän* 03.04.1904 Germersheim/Pfalz + 17.07.1964 KielRichard Zapp trat am 1. Mai 1923 in die Reichsmarine ein. Nach einer Mannschaftslaufbahn an Bord vom SSS “Niobe“ wurde er am 12. Oktober 1926 zum Seekadett ernannt. Es folgte eine Ausbildungs- und Dienstzeit auf dem leichten Kreuzer “Emden“, auf welchem er auch an einer Weltreise teilnahm. Danach leistete er seinen Dienst auch auf dem Linienschiff “Hessen“. Später diente Zapp bei der 1. Minensuchflottille, deren Kommandant er im September 1938 im Rang eines Kapitänleutnants wurde. Bei Kriegsbeginn diente Zapp als Kommandeur der Marine-Flakabteilung 251 bis April 1940. Es folgte der Wechsel zur U-Bootwaffe, dort leistete er die notwendigen Lehrgänge und Ausbildungen ab und nahm als Kommandantenschüler im Oktober 1940 an einer Feindfahrt von “Engelbert Endrass“ auf U-46 (Typ VIIB) teil. Im Januar 1941 stellte Zapp, nach einer Baubelehrung, das neue Boot U-66 (Typ IX-C) bei der 2. U-Flottille in Dienst. Nachdem die erste Feindfahrt wegen eines Schadens an den Bugtorpedorohren, von Zapp abgebrochen wurde, bewies er bei den nächsten beiden Fahrten seine Qualifikation und versenkte 5 Schiffe mit 26.130 BRT. Im Dezember 1941 gehörte Zapp mit U-66 zu den Typ IX-Booten die für die Operation “Paukenschlag“ zur Verfügung standen. Als Einsatzgebiet wurden U-66 die Gewässer um Kap Hatteras, an der Ostküste der Vereinigten Staaten, zugewiesen. Ab dem 13. Januar 1942 schlug Zapp mit U-66 hier zu und versenkte binnen kurzer Zeit 5 Schiffe mit 33.450 BRT. Im März 1942 fuhr Zapp mit seinem Boot zu einer Feindfahrt in die westatlantischen Gewässer um Trinidad. Mit einer Zuladung von 24 Torpedos (10 in Oberdeckbehältern) führte er eine weitere bemerkenswerte Feindfahrt durch und versenkte im April/Mai 1942 6 Schiffe mit 43.956 BRT. Zudem gelang ihm die Beschädigung eines Weiteren mit 12.500 BRT. Bereits am 24. April gratulierte der B.d.U. ihm zum am Vortage verliehenen Ritterkreuz. Am 07.05.1942 meldete der Wehrmachtbericht: Nach der Rückkehr des Bootes in den Stützpunkt, verließ Zapp U-66 und übernahm das Kommando über die 3. U-Flottille in La Rochelle. Als die alliierten Truppen im Oktober 1944 vor der Stadt standen übernahm Zapp zusätzlich das Kommando des neu aufgestellten Marine-Regiments “Zapp“. Nach langer Verteidigung des Stützpunktes ging Richard Zapp am 09.05.1945, als Fregattenkapitän, in französische Kriegsgefangenschaft in der er bis Juli 1947 verblieb. Er verstarb am 17.07.1964 in Kiel. Richard Zapp versenkte während seiner Laufbahn insgesamt 16 Schiffe mit 103.540 BRT und beschädigte ein Weiteres mit 12.500 BRT.
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